SCHINDLERS HÄUSER

Premiere: Internationales Forum des Jungen Films - Berlinale 2007

 

Österreich 2007 l 35mm l Farbe l 1:1:37 l 99 Minuten l Dolby Digital

 

Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Heinz Emigholz
ProduzentInnen: Gabriele Kranzelbinder, Alexander Dumreicher-Ivanceanu
Redaktion: Jutta Krug (WDR III), Reinhard Wulf (WDR/3sat)


Produktion: AMOUR FOU Wien in Zusammenarbeit mit der Heinz Emigholz Filmproduktion Berlin

Mit Unterstützung von: Film Fonds Wien und der Innovative Film Austria, in Koproduktion mit ORF, WDR III und WDR/3sat

 

Matinée im Filmcasino (in Anwesenheit des Regisseurs):

Sonntag, 30. März 2008, 13 Uhr
Sonntag, 6. April 2008, 13 Uhr

 

 

Kinostart: 4. April 2008 (TOP Kino)

 

Der Film zeigt vierzig Bauwerke des österreichisch-amerikanischen Architekten Rudolph Schindler aus den Jahren 1921 bis 1952. Schindlers pionierhafte Arbeit in Südkalifornien begründete einen eigenen Zweig der architektonischen Moderne. Alle Aufnahmen zum Film fanden im Mai 2006 statt. Der Film bildet damit auch ein aktuelles Portrait städtischen Wohnens in Los Angeles, das in dieser Ausformung noch nie dokumentiert worden ist. Rudolph Schindler hat mit Louis Sullivans und Frank Lloyd Wrights zusammengearbeitet und war der Mentor Richard Neutras. Wie Bruce Goff ist er ein Singulär der Moderne und der Begründer einer eigenständigen, kalifornischen Bauweise. Wegen seiner Wendung gegen den „Internationalen Stil“ ist er lange Zeit in der Welt der Architektur isoliert geblieben. Seine hahezu erzwungene Beschränkung auf die Bauaufgabe „Wohnhaus“ war zugleich Chance zur Entwicklung eines in vielen Varianten erprobten neuen Bauens. Holzbauweise bis hin zum All-over-Design von Möbelentwürfen und ganzen Hauseinrichtungen kennzeichnen Schindlers Stil. Sein eigenes Haus in West-Hollywood kann als epochales Modellhaus gelten. Vierzig seiner Häuser in und um Los Angeles wurden in dem Film SCHINDLERS HÄUSER innen wie aussen im Kontext ihrer heutigen Umgebungen dokumentiert.

 

Bilder und weitere Informationen unter: 

www.rudolph-schindler-film.com

 

Teil der Filmserie: Photographie und Jenseits

eine Filmserie über Schrift, Zeichnung, Skulptur und Architektur

 

Thema dieser Filme sind aktive Gestaltungs- und Projektionsleistungen - real gewordene Vorstellungen - sichtbar als Schrift, Zeichnung, Fotografie, Architektur und Skulptur. Analysiert wird ein quasi umgedrehter Sehvorgang - Sehen als Ausdruck, nicht als Eindruck. Das Auge als Schnittstelle zwischen Gehirn und Aussenwelt, der Blick eine komponierende Kraft, die ein Inneres nach Aussen stülpt und in der Realität gespiegelt vorführt.

 

Aus dokumentierten und animierten Notizheften und Skizzenbüchern, durch filmische Analysen von Architekturen und Skulpturen bildet sich etwas Unbeschreibbares: ein Film über die Objektivierung gedanklicher Vorstellungen.

 

Weitere Filme der Filmserie:

  • Loos ornamental
    Architektur als Autobiografie - Adolf Loos (1870-1933) Kinematografische Dokumentation von 27 seiner noch existierenden Bauwerke und Innenausstattungen in der Chronologie ihrer Entstehung.

  • Kieslers Projektionen
    Architektur als Autobiografie - Frederick Kiesler (1890 - 1965) Wirklichkeiten von Visionen: das "Unendliche Haus" als architektonisches Projekt und sein ausgeführtes Bauwerk "Schrein des Buches" in Jerusalem.