LOOS ORNAMENTAL

Premiere: Berlinale 7-17.02.2008

 

Österreich 2008 l 35mm l Farbe l 74 min l Dolby Digital


Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Heinz Emigholz
Kameraassistenz: Volkmar Geiblinger, Till Beckmann
Produktionsleitung: Alexander Glehr
Produktionskoordination: Christine Gloggengiesser, Alfie Kral
Redaktion: Johanna Hanslmayer (ORF), Jutta Krug (WDR III), Reinhard Wulf (WDR/3sat)
Kopierwerke und Postproduktion: Synchro Film & Video GmbH Wien
Produzenten: Gabriele Kranzelbinder, Alexander Dumreicher-Ivanceanu


Produktion: AMOUR FOU Wien in Zusammenarbeit mit KGP Filmproduktion, Pym Film, der Heinz Emigholz Filmproduktion Berlin
Mit Unterstützung von: Film Fonds Wien und der Innovative Film Austria,
in Koproduktion mit ORF, WDR III, und WDR/3sat

 

Kinostart Österreich: 21.11.2008

 

Bilder und weitere Informationen unter:

www.adolf-loos-film.com

 

Architektur als Autobiografie:

Der österreichische Architekt Adolf Loos (1870-1933) war ein Begründer der europäischen architektonischen Moderne. Seine offensive Wendung gegen eine ornamentale Verzierung von Gebäuden wurde zum architekturtheoretischen Streitfall. Die Entwicklung seines "Raumplanes" setzte ein neues Denken über die zu bauenden Räume in Kraft.

Heinz Emigholz' Dokumentation zeigt 27 noch existierende Bauwerke und Innenausstattungen von Adolf Loos in der Chronologie ihrer Entstehung. Die Bauwerke - Häuser, Laden- und Wohnungseinrichtungen, Fassaden und Denkmäler - stammen aus den Jahren 1899 bis 1931 und wurden in Wien, Niederösterreich, Prag, Brno, Pilsen, Nachod und Paris im Kontext ihrer heutigen Umgebungen im Jahr 2006 aufgenommen.

Alle Gebäude werden in ihrem heutigen Zustand gezeigt, der Film ist somit auch ein Zeitdokument über das Schicksal der architektonischen Moderne.

 

Teil der Filmserie: Photographie und Jenseits

eine Filmserie über Schrift, Zeichnung, Skulptur und Architektur

 

Thema dieser Filme sind aktive Gestaltungs- und Projektionsleistungen - real gewordene Vorstellungen - sichtbar als Schrift, Zeichnung, Fotografie, Architektur und Skulptur. Analysiert wird ein quasi umgedrehter Sehvorgang - Sehen als Ausdruck, nicht als Eindruck. Das Auge als Schnittstelle zwischen Gehirn und Aussenwelt, der Blick eine komponierende Kraft, die ein Inneres nach Aussen stülpt und in der Realität gespiegelt vorführt.

 

Aus dokumentierten und animierten Notizheften und Skizzenbüchern, durch filmische Analysen von Architekturen und Skulpturen bildet sich etwas Unbeschreibbares: ein Film über die Objektivierung gedanklicher Vorstellungen.

 

Weitere Filme der Filmserie:

  • Schindlers Häuser
    Architektur als Autobiografie - Rudolph Schindler (1887 - 1953) Kinematografische Dokumentation seiner Wohnhäuser in Los Angeles und Umgebung. Innen- und Außenaufnahmen.
  • Kieslers Projektionen
    Architektur als Autobiografie - Frederick Kiesler (1890 - 1965) Wirklichkeiten von Visionen: das "Unendliche Haus" als architektonisches Projekt und sein ausgeführtes Bauwerk "Schrein des Buches" in Jerusalem.