Du bist nicht allein

ein Film von Bernd Böhlich

Komödie | Deutschland | 2007 | Farbe | 90 Minuten | OF | 35mm   

empfohlen vom POOOL Filmverleih ab dem 12. Lebensjahr
 
Regie:              Bernd Böhlich
Kamera:          Thomas Plenert

Produktion:     ö Filmproduktion Löprich & Schlösser in Koproduktion mit dem rbb,                          WDR, SWR

 

Darsteller:       Axel Prahl, Katharina Thalbach, Katerina Medvedeva, Mathieu                          Carrière, Dominique Horwitz, Karoline Eichhorn, Herbert Knaup,                           Jürgen Holtz

 

Premiere 5. August 2008

Kinostart 8. August 2008

 

INHALT:

Als die schöne, energiegeladene Jewgenia zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Vater in die Wohnung neben den Molls einzieht, ist das für Hans Moll zunächst eine unliebsame Störung seiner heimeligen Ruhe. Denn nicht nur muss er der Sich-Selbst-Ausgesperrten die Tür mit einem Schraubenzieher öffnen, seine Frau nötigt ihn auch sogleich, Jewgenia beim Kauf und Transport  der Möbel zu helfen.

 

Im Möbelmarkt merkt Hans Moll schnell, dass Jewgenia  das nötige Geld für die Einrichtung fehlt, und in einem komischen Akt der Galanterie schenkt er ihr eine Waschmaschine, als Begrüßungsgeschenk. Da ist ihm schon klar, dass seine Gefühle für Jewgenia über ein rein nachbarschaftliches Verhältnis hinausgehen könnten. Doch erwächst ihm mit Kurt Wellinek hausinterne Konkurrenz, da er nicht nur hilft, die Waschmaschine hoch zu tragen, er schließt sie der neuen Nachbarin auch gleich an.

Der promovierte Physiker Wellinek lebt von seiner Frau getrennt direkt neben den Molls. Er ist aus seinem Einfamilienhaus nur auf die andere Straßenseite gezogen, um von seinem Balkon aus sein Haus weiterhin im Blick zu haben. Seine Frau Sylvia ist Schauspielerin, die in letzter Zeit allerdings nur Frösche in Comicfilmen synchronisiert hat. Und wenn sie mal zu einem Casting eingeladen wird, dann wurde in letzter Minute aus der Rolle einer Molligen eine Magersüchtige. Für ein solches Casting hat sie sich jedoch zu viele Polster und Kissen unter die Sachen gesteckt.

Hans Moll ist verliebt. Er pflegt sich, wirft sich in Schale, schenkt seiner neuen Nachbarin seinen Gummibaum. Auf der Wohnungseinweihungsfeier tanzt er eng umschlungen mit Jewgenia und ein angedeuteter Kuß zum Abschied läßt ihn hoffen. Er fühlt sich wieder jung.

Frau Moll indes bekommt von diesen Veränderungen nichts mit. Sie ist mit Wichtigerem beschäftigt, mit ihrer neuen Arbeit beim Wachdienst und ihrer steilen und unverhofften Karriere von der Wurstverkäuferin zur Wachhabenden. Hier trägt sie keine Pistole, denn ihre wichtigste Waffe, so hat sie es gelernt, ist ihre Aufmerksamkeit. Jeden Abend geht sie jetzt los, um des nachts das ihr anvertraute Objekt zu bewachen. Zwar bemerkt sie, dass 200 Euro auf dem Konto fehlen, mit denen Hans Jewgenia die Waschmaschine bezahlt hat. Doch kann er sich leicht mit einem Sprachkurs für Holländisch herausreden, nachdem er ihr »Ich bin ein Malermeister aus Deutschland« mit »Meenje un (hm, hm, hm) van der Hermannlande« übersetzt hat.

Für Jewgenia treibt Hans original Trockenhauben aus den 70er Jahren auf, um ihr die Möglichkeit zu geben, mit einem in ihrer Wohnung eingerichteten Friseursalon etwas Geld zu verdienen. Aber sein Verliebtsein wird von Jewgenia nicht erwidert. Weinend und flehend steht er vor ihrer Tür und bittet, dass sie im öffne. Jetzt versteht auch seine Frau, was passiert ist - allerdings zu spät. Hans macht sich auf, um einen neuen Anfang zu wagen.
Auch für Kurt und Sylvia bietet sich die Hoff nung auf einen Neuanfang. Nachhilfestunden in Mathe und Physik, die seine Frau ohne sein Wissen an Laternen ausgeschrieben hat, geben ihm nicht nur eine Beschäftigung, sondern auch eine neue Selbstachtung.

Auf der Suche nach einem Ort, an den man gehört, nach Liebe und Gemeinschaft, entdecken alle die Chance, alles von vorne zu beginnen und sich selbst ins Leben zurückzuholen.